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Nasenpolypen: warum das keine Frage der Nasenform ist
Diese Seite handelt sonst von Operationen an der Nasenform, und ein Nasenpolyp ist das nicht: er entsteht nach Angaben des Deutschen Berufsverbands der Hals-Nasen-Ohrenärzte in den Nasennebenhöhlen. Die Seite dieser Website zur Nasenatmung hält fest, dass eine Operation weder Nasenpolypen noch eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung noch eine Schlafapnoe behandelt und dass jedes davon seine eigene Abklärung braucht.
Die kurzen Antworten
- Woher sie kommen
- Aus den NasennebenhöhlenDer Deutsche Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte schreibt, dass nasale Polypen in den Nasennebenhöhlen entstehen und von dort aus in die Nasenhaupthöhle hineinwachsen.
- Wie häufig
- Etwa 4 ProzentEtwa 4 Prozent der deutschen Bevölkerung, Männer doppelt so häufig wie Frauen, und meistens erst nach dem 30. Lebensjahr auftretend. Eigene Angabe desselben Berufsverbands, der dahinter keine Studie und kein Jahr nennt. Das MSD Manual nennt in seiner Fachausgabe eine andere Größenordnung, 0,5 bis 2,5 Prozent in Studien aus verschiedenen Ländern.
- Das Leitzeichen
- Das RiechenDas MSD Manual nennt in seiner Fachausgabe Anosmie und Hyposmie charakteristische Merkmale. Der Berufsverband erklärt es mechanisch: die Luft gelangt nicht mehr zu den Riechzellen im oberen Nasenbereich.
- Nach der Operation
- Sie kommen häufig wiederDer britische National Health Service schreibt, dass Polypen häufig nachwachsen, in der Regel innerhalb einiger Jahre, und dass ein Kortisonspray danach möglicherweise weiter angewendet werden muss. Eine Prozentzahl zum Rückfall nennt keine Quelle dieser Seite.
Hier stehen die Angaben eines deutschen Berufsverbands, eines nationalen Gesundheitsdienstes und eines Fachhandbuchs, jeweils mit dem, was fehlt.
Was ein Nasenpolyp ist, und woher er kommt
Nasale Polypen sind nach Angaben des Berufsverbands gutartige Gewebewucherungen der Nasenschleimhaut, die in den Nasennebenhöhlen entstehen und in die Nasenhaupthöhle hineinwachsen. Das MSD Manual beschreibt sie als fleischige Auswüchse an Stellen mit Flüssigkeitseinlagerung in der Lamina propria. Keine der für diese Seite geöffneten Quellen macht daraus eine Frage des Nasengerüsts.
Zur Häufigkeit widersprechen sich die Quellen dieser Seite: der Berufsverband nennt etwa 4 Prozent der deutschen Bevölkerung, Männer doppelt so häufig wie Frauen und meistens erst nach dem 30. Lebensjahr, ohne Studie und ohne Jahr dahinter; das MSD Manual 0,5 bis 2,5 Prozent in Studien aus verschiedenen Ländern. Für Nasennebenhöhlenentzündung und Nasenpolypen gibt es eine europäische Leitlinie, EPOS 2020 in der Zeitschrift Rhinology; eine Zahl daraus steht hier nicht.
Nicht gemeint: Polypen bei Kindern
Die umgangssprachlich ebenfalls als Polyp bezeichnete Rachenmandel, das Adenoid, hat nach dem Berufsverband mit echten Polypen nichts zu tun. Zu Kindern sagt diese Seite nichts.
Das Leitzeichen: der Geruchssinn
Der Berufsverband beschreibt den Mechanismus: erst mit zunehmender Größe behindern die Polypen die Nasenatmung, die Luft gelangt nicht mehr zu den Riechzellen im oberen Nasenbereich, und das Riechvermögen ist eingeschränkt bis hin zum völligen Verlust. Das MSD Manual nennt Anosmie und Hyposmie charakteristische Merkmale, also eine klinische Einordnung, keine Häufigkeitsangabe. Dieselbe Seite nennt daneben:
- Atmen durch den Mund. Zunehmend, vor allem bei körperlicher Belastung schwierig.
- Schnarchen und Schlafstörungen. Häufige Folgen, die die Leistungsfähigkeit mindern können.
- Kopfschmerzen und eitriger Fließschnupfen. Für gewöhnlich ist die polypöse Schleimhaut selbst schmerzlos; sobald sich die Ausgänge der Nebenhöhlen verschließen, kommt es jedoch bald zu Entzündungen darin.
- Eine näselnde Stimme. Oft.
Wie sie aussehen und wer das feststellen kann
Gutartige Gewebewucherung und fleischiger Auswuchs: mehr sagt diese Seite zum Aussehen nicht, klinische Fotografien veröffentlicht sie nicht. Ein Foto im Netz beantwortet ohnehin nicht, ob jemand bei sich einen Polypen sieht.
Die Diagnoseseite desselben Berufsverbands beschreibt es so: die Nase wird zunächst mit einer Spreizzange oder mit dem Nasenendoskop untersucht; kleinere Polypen, die bereits aus den Nebenhöhlenöffnungen herauswachsen, erkennt der HNO-Arzt bei einer Rhinoskopie mit verschiedenen Optiken; zur Abklärung der genauen Lage und des Ausmaßes sowie zur Darstellung kleinerer, noch in den Nebenhöhlen liegender Polypen sind bildgebende Verfahren wie Röntgen oder vorzugsweise eine Computertomographie unumgänglich; eine allergische Veranlagung lässt sich mit einem Pricktest feststellen.
Hausmittel und Selbstentfernung
Keine der für diese Seite geöffneten Quellen nennt ein Hausmittel oder eine Selbstentfernung, und diese Seite nennt deshalb keines.
Warum ein einseitiger Befund anders beurteilt wird
Auf der Diagnoseseite des Berufsverbands steht: da Polypen normalerweise beidseitig auftreten, sollte dies vor allem bei einseitigen Nasenproblemen überprüft werden. Besteht Verdacht auf einen Tumor, wird eine Gewebeprobe entnommen und eine histologische Untersuchung angeordnet. Das MSD Manual hält fest, dass einseitige Polypen gelegentlich zusammen mit gutartigen oder bösartigen Tumoren der Nase oder der Nasennebenhöhlen auftreten oder selbst solche sind, und dass einseitige Polypen, die solche Tumoren verdecken können, entfernt werden.
Eine Wahrscheinlichkeit und eine Rate nennen die Quellen dieser Seite dazu nicht, und diese Seite ergänzt keine.
Was sie verkleinert und was sie entfernt
Kleinere Polypen lassen sich nach Angaben des Berufsverbands sehr gut medikamentös mit Glukokortikoiden behandeln, entweder mit kortisonhaltigem Nasenspray oder mit Kortisontabletten; Kortison hemmt das Wachstum der Polypen und bringt kleinere oft gänzlich zum Verschwinden. Das kortisonhaltige Nasenspray gegen Polypen muss nach derselben Quelle in der Regel über sechs bis zwölf Monate angewendet werden.
Wird mit der medikamentösen Therapie keine wirkliche Besserung erzielt oder sind die Polypen zu groß, ist nach derselben Quelle eine operative Entfernung, die Polypektomie, unumgänglich. Größere Polypen und solche in den Nasennebenhöhlen werden dabei stationär minimal-invasiv durch die Nasenlöcher entfernt. Der National Health Service nennt: Kortisontropfen oder Spray, Kortisontabletten in der Regel bis zu 2 Wochen, und eine Operation, die die Hausarztpraxis vorschlagen kann, wenn die medikamentöse Behandlung keine Besserung gebracht hat.
Nicht dieselbe Operation
Dieser Eingriff betrifft die Schleimhaut der Nasennebenhöhlen und nicht die Form der Nase. Was eine Formoperation für die Nasenatmung belegt, steht unter Hilft eine OP beim Atmen.
Sie kommen häufig wieder, und wohin Sie damit gehen
Der National Health Service schreibt, dass Polypen häufig nachwachsen, in der Regel innerhalb einiger Jahre, und dass nach der Operation möglicherweise weiter ein Kortisonspray angewendet werden muss. Der Berufsverband schreibt, dass sich kortisonhaltige Nasensprays zur Nachbehandlung eignen und über einen längeren Zeitraum nach der Operation angewendet werden sollten; damit lasse sich die Wahrscheinlichkeit eines Wiederauftretens stark reduzieren. Eine Prozentzahl dazu nennt keine Quelle dieser Seite.
Das MSD Manual hält fest, dass Polypen dazu neigen wiederzukehren, solange die zugrunde liegende Allergie, Infektion oder sonstige entzündliche Ursache nicht beherrscht wird, und dass sie stark mit einer Aspirinallergie verbunden sind: eine Verbindung, keine Ursache, ohne Häufigkeitsangabe.
Abgeklärt wird das in einer Praxis für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, die in die Nase hineinsehen kann. Der National Health Service nennt vier Anlässe dafür: Verdacht auf Nasenpolypen, Atembeschwerden, sich verschlechternde Beschwerden und eine Veränderung des Geruchssinns. Fragen dafür stehen in der Checkliste für das Beratungsgespräch.
Fragen an die Ärztin oder den Arzt
Nehmen Sie diese Fragen mit in das Beratungsgespräch. Die Checkliste für das Beratungsgespräch ist zum Ausdrucken und Beschriften gedacht, und die Ärztinnen und Ärzte auf unserer Ärzteseite beantworten Fragen, die über diese Seite gestellt werden, bevor Sie reisen.
- Womit haben Sie in meine Nase gesehen, und was war dort zu sehen?
- Sind die Polypen auf beiden Seiten oder nur auf einer?
- Wie steht es um mein Riechvermögen, und ist das gemessen worden?
- Welche medikamentöse Behandlung schlagen Sie vor, in welcher Form, und über welchen Zeitraum?
- Woran würden Sie erkennen, dass sie nicht wirkt?
- Was ist nach einer Operation geplant, damit die Polypen nicht wieder wachsen?
Quellen
Jede Quelle unten wurde geöffnet und geprüft. Wir verlinken auf Gesundheitsbehörden, begutachtete Fachzeitschriften und Fachgesellschaften, und auf nichts sonst.
- Nasal polypsNHS, United KingdomPatientenseite eines nationalen Gesundheitsdienstes zu Nasenpolypen: schmerzlose weiche Wucherungen in der Nase, eine Beschwerdeliste samt verminderten Geruchs- oder Geschmackssinn, Kortisontropfen oder Spray zum Verkleinern, Kortisontabletten in der Regel bis zu 2 Wochen, eine Operation, wenn sich nach etwa 12 Wochen keine Besserung zeigt, und dass Polypen häufig nachwachsen, in der Regel innerhalb einiger Jahre, ohne einen Prozentsatz und ohne Nenner auf der ganzen Seite.
- NasenpolypenDeutscher Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte e.V.Der Deutsche Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte zu Nasenpolypen: gutartige Gewebewucherungen der Nasenschleimhaut, die in den Nasennebenhöhlen entstehen und von dort in die Nasenhaupthöhle hineinwachsen, etwa 4 Prozent der deutschen Bevölkerung betroffen, Männer doppelt so häufig wie Frauen und meistens erst nach dem 30. Lebensjahr, und die bei Kindern umgangssprachlich Polyp genannte Rachenmandel hat mit echten Polypen nichts zu tun; die Seite nennt hinter den 4 Prozent keine Studie, keinen Autor und kein Jahr.
- Nasenpolypen: Anzeichen und VerlaufDeutscher Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte e.V.Die Symptomseite desselben Berufsverbands: erst mit zunehmender Größe behindern Polypen immer stärker die Nasenatmung, die Luft gelangt nicht mehr zu den Riechzellen im oberen Nasenbereich, sodass das Riechvermögen eingeschränkt ist bis zum völligen Verlust, und es folgen Mundatmung mit Schwierigkeiten bei körperlicher Belastung, nächtliches Schnarchen, Schlafstörungen, eine näselnde Stimme und, sobald sich die Ausgänge der Nebenhöhlen verschließen, Entzündungen mit Kopfschmerzen und eitrigem Fließschnupfen; die Seite trägt überhaupt keine Zahl.
- Nasenpolypen: Behandlung beim HNO-ArztDeutscher Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte e.V.Die Behandlungsseite desselben Berufsverbands: kleinere Polypen lassen sich sehr gut mit Glukokortikoiden als lokales kortisonhaltiges Nasenspray oder als Kortisontabletten behandeln, wobei das Spray in der Regel über sechs bis zwölf Monate angewendet wird, eine operative Entfernung oder Polypektomie ist unumgänglich, wenn die medikamentöse Therapie keine wirkliche Besserung bringt oder die Polypen einfach zu groß sind, größere Polypen und Polypen in den Nasennebenhöhlen werden bei einem stationären Aufenthalt minimal-invasiv durch die Nasenlöcher entfernt, und ein nach der Operation weitergeführtes Kortisonspray reduziert die Wahrscheinlichkeit eines Wiederauftretens stark, ohne dass dafür ein Prozentsatz genannt wird.
- Nasenpolypen: Untersuchung und DiagnoseDeutscher Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte e.V.Die Diagnoseseite desselben Berufsverbands: der HNO-Arzt untersucht die Nase zunächst mit einer Spreizzange oder mit dem Nasenendoskop, für einen genaueren Befund sind bildgebende Verfahren wie Röntgen oder vorzugsweise eine Computertomographie unumgänglich, eine allergische Veranlagung lässt sich mit einem Pricktest feststellen, und da Polypen normalerweise beidseitig auftreten, sollte dies vor allem bei einseitigen Nasenproblemen überprüft werden, wobei bei Verdacht auf einen Tumor eine Gewebeprobe entnommen und eine histologische Untersuchung angeordnet wird.
- Nasal PolypsMSD Manual, Professional VersionSeite eines medizinischen Fachhandbuchs zu Nasenpolypen: fleischige Auswüchse der Nasenschleimhaut, die dort entstehen, wo sich in der Lamina propria Flüssigkeit einlagert, Anosmie und Hyposmie als charakteristische Merkmale, eine starke Verbindung mit Aspirinallergie, chronischer Nasennebenhöhlenentzündung, Asthma und allergischem Schnupfen, intranasale Glukokortikoide als üblicherweise erste Therapielinie, Polypen, die dazu neigen wiederzukehren, solange die zugrunde liegende Allergie, Infektion oder sonstige entzündliche Ursache nicht beherrscht wird, und einseitige Polypen, die gelegentlich zusammen mit gutartigen oder bösartigen Tumoren auftreten oder selbst solche sind; den Begriff Samter-Trias benutzt die Seite nicht.
- European Position Paper on Rhinosinusitis and Nasal Polyps 2020 (EPOS 2020)Rhinology, via Europe PMCDas europäische Positionspapier zu Nasennebenhöhlenentzündung und Nasenpolypen, Rhinology 2020, Band 58, Seiten 1 bis 464, nur für die Existenz, das Jahr und die Zeitschrift einer europäischen Leitlinie zitiert, weil die Kurzfassung bei Europe PMC keine Prävalenz, keine Rückfallrate und überhaupt keine Zahl trägt und der Volltext nicht geöffnet wurde.